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Home :: Archiv :: Im Parlament :: Nur das Rentenalter raufzusetzen, ist zu kurz gegriffen. Ältere brauchen Zugang zum Arbeitsmarkt.
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Archiv :: Im Parlament :: 07.07.2010 :: Straßburg
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Nur das Rentenalter raufzusetzen, ist zu kurz gegriffen. Ältere brauchen Zugang zum Arbeitsmarkt.
Auf dem Bild sind zwei alte Männer zusehen. Sie sitzen auf einer Bank in der Sonne und unterhalten sich miteinander.
Quelle: Rainer Sturm/pixelio.de
Die Europäische Kommission hat am 7.7.2010 ein Grünbuch zu Renten vorgestellt, worin sie Rentenreformen in den EU-Mitgliedstaaten anmahnt. Dabei greifen ihre Vorschläge zu kurz. Wenn das Rentenalter im Generationenvertrag raufgesetzt werden soll, müssen auch altersgerechte Arbeitsplätze gefördert werden. Hier gilt es, die Mitgliedstaaten stärker in die Pflicht zu nehmen. Ich begrüße jedoch, dass die Kommission die Frage der Rentenansprüche mobiler Europäer/innen in diesem Grünbuch wieder aufgreift.

In ihren Grünbücher n beschreibt die Kommission mögliche politische Aktionen für die Lösung politischer Probleme. Nicht immer hält sie sich dabei an die strikte Kompetenzteilung, die der EU-Vertrag vorsieht. So gehören beispielsweise die aufgeworfenen Fragen zur Rentenpolitik in die Kompetenz der Mitgliedstaaten. Die Kommission sieht sich jedoch in der Rolle der europäischen Koordinatorin zur Lösung von Problemen, die alle Mitgliedsstaaten betreffen und somit indirekte Auswirkungen auf die EU hat. Die Renten sind eine zunehmende Belastung für die öffentlichen Haushalte. Die Kommission sieht dadurch die Stabilität des Euros in Gefahr. Grünbücher sind Diskussionsvorlagen. So wird auch dieses Grünbuch einer hoffentlich breiten öffentlichen Konsultation unterworden, an der sich jeder und jede beteiligen können. Insbesondere sind die Stakeholder gefragt. Dazu gehören nicht nur die Rentenversicherer, sondern auch die Organisationen und Vereine Betroffener.

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