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Im Parlament :: 29.05.2013 :: Brüssel
EU-Zuchtmeisterin, die Bundesregierung, muss auch nachsitzen, bei Chancengleichheit und Guter Arbeit

Quelle: European University Institute CC BY-SA / flickr.com
Herr Schäuble findet es „süß“. Doch es ist bitterer Ernst. Die Kommission zeigt in den länderspezifischen Empfehlungen die Mängel der Mitgliedstaaten auf dem Weg zu den Europa 2020-Zielen. Auch soziale und ökologische Fortschritte werden gemessen. Minijobs und Niedriglohnsektor in Deutschland ernten das Urteil: unzureichend. Bildungssysteme verhindern Chancengleichheit für alle. Das Ehegattensplitting setzt falsche Anreize und verhindert die Gleichstellung der Geschlechter im Arbeitsleben.
Im Parlament :: 26.04.2013 :: Brüssel
Neuer Kommissionsvorschlag unterstützt Bürger/innen bei der Wahrnehmung ihrer Freizügigkeitsrechte

Quelle: © European Union (EC)
Die Kommission will mit der neuen Richtlinie sicherzustellen, dass Bürger/innen, die in einem anderen EU Mitgliedstaat arbeiten, endlich die ihnen zustehenden sozialen Rechte bekommen. Sie setzt damit in einer Zeit ein klares Signal für die Freizügigkeit, in der Populisten, wie Innenminister Friedrich, diese europäische Errungenschaft attackieren. Mich erreichen jedes Jahr unzählige Anfragen mobiler Menschen, deren soziale Ansprüche infrage gestellt werden. Wir wollen keine neuen Grenzen.
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Uns erreichen jedes Jahr unzählige Anfragen von Menschen, die ihre Ansprüche auf Renten oder gesetzliche Krankenversicherung verlieren, nur weil sie in einem anderen Mitgliedstaat arbeiten. Es ist höchste Zeit, solche immer noch bestehenden Hürden für die Arbeitnehmerfreizügigkeit zu beheben.
Die Personenfreizügigkeit ist eine wichtige Errungenschaft der Europäischen Union und sie ist leider immer noch weniger ausgebaut als zum Beispiel die Dienstleistungsfreiheit. Das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger 2013 ist der richtige Moment hier endlich nachzuziehen!
Anders als der deutsche Vorstoß vermuten lässt, sind die Rechte im Rahmen der Arbeitnehmerfreizügigkeit klar definiert: das Recht für sechs Monate in einem anderen Mitgliedstaat eine Arbeit zu suchen, ist keineswegs damit verbunden, dort in den Genuss aller Maßnahmen der sozialen Unterstützung zu kommen. Der „Sozialhilfetourismus“, den Innenminister Friedrich Roma und Sinti aus Bulgarien und Rumänien vorwirft, ist daher rein rechtlich gar nicht möglich. Tatsache ist aber auch, dass diese Gruppen in Bulgarien und Rumänien Armut und Diskriminierung ausgesetzt sind und dass es an allen EU Staaten, auch an Deutschland ist, zum Beispiel im Rahmen der so genannten Roma-Strategie funktionierende Ansätze zur Armutsbekämpfung und Integration zu finden.
Im Parlament :: 17.04.2013 :: Strasbourg
Schluss mit dem Subventionshopping, klare Regeln müssen Mitnahmeeffekte bei Fördermitteln verhindern

Wir Grüne fordern, größere staatl. Beihilfen grundsätzlich nur für kleinere Unternehmen zu gewähren. Der Fall Nokia hat gezeigt, wie profitable Standorte nach kurzer Zeit für Subventionen aufgegeben wurden. Deswegen hat das EP in der neuen Rahmenverordnung für die Strukturfonds gefordert, dass große Unternehmen mind. 10 Jahre am Standort bleiben müssen. Sonst müssen sie die Mittel zurückzahlen. Wir Grüne erwarten von der Kommission, dass sie diese 10 Jahre auch in ihre Beihilferegelung aufnimmt.
Vor Ort :: 23.01.2013 :: Brüssel
Grüne unterstützen die Forderungen der Gewerkschaften gegen Sozialdumping vorzugehen

Quelle: Team ES CC-BY-SA
Heute fand in Brüssel die Demonstration gegen den Kommissionsentwurf der Durchsetzungsrichtlinie zur Entsendung statt. Ich habe mich mit hochrangigen Gewerkschaftsvertreter/innen getroffen, und von Dietmar Schäfers, IG BAU und Rik De Smet, ABVV, ihre Position entgegen genommen. Auch ich bin davon überzeugt, dass eine gesetzliche Beschränkung der nationalen Kontrollen Sozialdumping Tor und Tür öffnet. Entsandte Arbeitnehmer/innen müssen zudem über ihre Rechte informiert werden.
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