Pressemitteilung :: 17.02.2011
Grüner Kampf für eine lebendige Donau war erfolgreich
Heute
hat das Europäische Parlament in einem Gemeinsamen Entschließungsantrag aller Fraktionen
seine Position zur Donaustrategie verabschiedet. Die Donau fließt durch
vierzehn europäische Länder und verbindet somit 115 Millionen Menschen
innerhalb und außerhalb der EU miteinander. Diese Strategie sieht eine
grenzüberschreitende Zusammenarbeit aller Regionen an den Ufern des Flusses in
einer so genannten Makroregion vor. Der zentrale Konflikt ist die Frage, wie
sich der Naturschutz und der Umwelttourismus (oder Öko-Tourismus) mit dem
Gütertransport auf dem Fluss und auf dieser Verkehrsachse insgesamt vereinbaren
lassen. Zum heutigen Beschluss erklärt Elisabeth
Schroedter, Verhandlungsführerin der Fraktion Grüne/EFA:
"Ich freue mich
darüber, dass sich heute die Mehrheit der Abgeordneten für eine umweltgerechte
Entwicklung im Donauraum und damit für den Erhalt des naturnahen Flusses
ausgesprochen hat. Damit ist der Weg geebnet, dass gemeinsamer Umweltschutz zu
einer nachhaltigen ökonomischen Entwicklung führen kann. Die biologische und
kulturelle Vielfalt des Donauraums bietet ein enormes Potential für Ökotourismus-Projekte.
Die gemeinsame Vermarktung optimiert den ökonomischen Gewinn. Wir haben
erreicht, dass das Parlament sich in dem Beschluss klar für transparente
Entscheidungsverfahren zur Entwicklung der Donauregion ausspricht. Damit sollen
sich die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen, dass Gelder in Studien und
Projekte fließen, um die Partikularinteressen einer Gruppe zu bedienen. Wir
sind davon überzeugt, dass offene Diskussionen über die Zukunft dieser Makroregion
und das Einbinden der regionalen und lokalen Akteure der Zivilgesellschaft die
Begeisterung für die Entwicklung des gemeinsamen Lebensraums steigert. Das Entscheidende
für den Fluss ist gemeinsames Engagement für Umweltschutz, sauberes Wasser und
Schutz vor zerstörerischen Fluten. Wir Grüne haben in den Text erfolgreich eingebracht,
dass der natürliche Flussverlauf erhalten bleibt und dem Fluss in
Überflutungsgebieten Raum gegeben wird."
Barbara Lochbihler, Europaabgeordnete
aus Bayern, ergänzt:
"Kommissar Hahn
hat Recht, wenn er sagt, dass man sich von der Vorstellung lösen müsse, dass
für die ganze Donau gleich große Schiffe gebraucht würden. Viel mehr muss man
bei der Schiffsgröße adäquate Angebote je nach Streckenabschnitt anbieten
können. Es ist unbedingt notwendig, dass die Kommission sich auf das
Naturverträglichste und technisch Mögliche fokussiert, da ein Konflikt zwischen
Schifffahrt und Naturschutz nicht unumgänglich sein muss. Da die Donaustrategie
auch die Verbesserung der Lage sozial benachteiligter Minderheiten vorsieht, plädiere
ich ebenso dafür, dass man die EU-Roma-Strategie mit der Donaustrategie
verbindet."
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