Pressemitteilung :: 14.07.2010
Grünes Jobpotenzial: Chancen der nachhaltigen Entwicklung mit Sozialem verbinden
Heute hat der Beschäftigungsausschuss des Europäischen Parlamentes einen Initiativbericht
zum Jobpotenzial in einer neuen, nachhaltigen Wirtschaft angenommen. Der
Bericht beschreibt, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um das Jobpotenzial eines
ökologischen Wandels zu nutzen und welche sozialpolitischen Maßnahmen für die
Übergangsphase, besonders für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,
ergriffen werden müssen. Zur Abstimmung erklärt die Berichterstatterin und
Vizepräsidentin des Ausschusses, Elisabeth Schroedter:
"Ich freue mich, dass es heute gelungen ist, meinen Bericht zu einer
europäischen Strategie für grüne Jobs im Ausschuss mit einer überwältigenden Mehrheit
auf den Weg zu bringen. Das ist genau die richtige strategische Antwort zur Bewältigung
der Wirtschaftskrise. Ob in den Solarfabriken oder in der Metallbranche zur
Herstellung von Windrädern, die Produktion boomt.
Die Belgische Präsidentschaft erhofft sich von öffentlichen Investitionen
in Energiesparmaßnahmen und Gebäudesanierung europaweit einen weiteren Schub an
zusätzlichen Arbeitsplätzen und hat bereits zugesagt, dass sie die Impulse aus
dem Parlament aufnehmen wird. Letztendlich schließt mein Bericht die Lücke, die
in der EU 2020-Strategie zwischen dem Beschäftigungsziel und dem Ziel für eine
nachhaltige Wirtschaft offen geblieben war.
Die weltweite Vorreiter-Rolle Europas in den Erneuerbaren Energien schafft so
viele neue Arbeitsplätze, dass letztlich eine positive Bilanz zu verzeichnen
ist, auch wenn in manchen anderen Branchen, wie z.B. dem Bergbau, Arbeitsplätze
verloren gehen. Dieser große Transformationsprozess ist nur mit den Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern möglich. Deshalb müssen die Sozialpartner in dem Prozess eine
zentrale Rolle spielen. Die Blue-Green-Alliance aus den USA hat gezeigt, dass
solch ein schwieriger Übergang erfolgreich gestaltet werden kann, wenn alle
Akteure einbezogen werden.
Letztendlich liegt es also an der EU selbst, ob sie diesen
Wettbewerbsvorteil in den nächsten Jahren mit einer klaren Strategie
verteidigt, oder die Potentiale des ökologischen Wandels Asien oder den USA
überlässt. Die Kürzung der Solarförderung in Deutschland ist angesichts dieser
Erkenntnisse das falsche Signal."
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