Pressemitteilung :: 26.01.2011
Nachhaltigkeit und Klimaschutz werden Prioritäten in der Kohäsionspolitik

Heute hat die Europäische Kommission eine Mitteilung über den Beitrag der
Regionalpolitik zu nachhaltigem Wachstum heraus gegeben. Sie erscheint im
Rahmen der EU 2020-Leitinitiative "Ein ressourcen-effizientes
Europa". In ihrer Mitteilung macht die Kommission ressourcen-effiziente
und CO2-arme Entwicklung zur Priorität für die künftige EU-Kohäsionspolitik. Elisabeth
Schroedter, Ko-Koordinatorin der Fraktion Grüne/EFA im Ausschuss für
Regionale Entwicklung, sagt dazu:
"Ich
gratuliere der Kommission zu dem längst überfälligen Schritt, den zweitgrößten
Haushalts-Posten der EU auf zukunftsfähige, nachhaltige und klimafreundliche
Entwicklung auszurichten. Kommissions-Studien
haben längst belegt, dass wenn nicht alle finanziellen Ressourcen auf
Klimaschutz und Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, viele Menschen in Europa
ihre Region verlassen müssten, weil sie wegen Überflutung und Dürre dort nicht
mehr zufrieden leben können. Dennoch hat es 15 Jahre gedauert, bis die
Kommission sich dazu durchgerungen hat, eine eindeutige Verbindung zwischen dem
Einsatz europäischer Strukturgelder und Nachhaltigkeit, ökologischem
Wirtschaften, Klimaschutz und Biodiversität herzustellen.
Ich
begrüße, dass die Kommission in dieser Mitteilung von den Mitgliedsstaaten
fordert, die Programme zum Einsatz der europäischen Strukturfonds
umzuorientieren: Es darf künftig keine klimaschädlichen Investitionen mehr
geben, sondern die Gelder sollen in ökologische und ressourcen-effiziente
Wirtschaftsentwicklung investiert werden, besonders in Energieeffizienz,
erneuerbare Energien und die Erhaltung von Biodiversität. Der Schalter ist
heute in die richtige Richtung umgelegt worden. Denn Investitionen in diese Bereiche sind eine regionale Jobmaschine, zum Beispiel im Bauwesen durch Investitionen in energetische Gebäudesanierung.
Nun
kommt es darauf an, dass diese wegweisende Mitteilung nicht in der Schublade
verschwindet, sondern von den Mitgliedsstaaten umgesetzt wird. Die Kommission
muss ihrerseits Wort halten und nachhaltige Regionalentwicklung zur Priorität
in der Reform der Kohäsionspolitik machen."
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