Pressemitteilung :: 05.07.2012
Klares 'ja' des EP zur Armutsbekämpfung
Heute ist
im Sozialausschuss das Verhandlungsmandat des EP für die Verordnung für den
Europäischen Sozialfonds (ESF) abgestimmt worden. Zum
Ergebnis der heutigen Abstimmung sagt Elisabeth Schroedter,
Vizepräsidentin des Sozialausschusses und Mitglied der Verhandlungskommission:
“Ich freue mich darüber, dass wir in
der heutigen Abstimmung erreichen konnten, dass der ESF in Zukunft in einem großen
Schwerpunkt die Armut in den Mitgliedstaaten bekämpft. Vorgesehen sind dafür mindestens
20 % der ESF-Mittel in jedem Mitgliedstaat. Gleichzeitig konnten wir erreichen,
dass durch die Schwerpunkte der ESF-Förderung wesentlich mehr Gruppen
unterstützt werden, als bisher. Die Förderung zur Armutsbekämpfung beschränkt
sich nicht mehr nur auf den reinen Zugang zum Arbeitsmarkt.
Besonders wichtig ist uns Grünen, dass
durch die Verbesserung des Kommissionsentwurfs viele kulturelle Initiativen vor
Ort Zugang zu ESF-Geldern erhalten können. Gerade solche Initiativen tragen entscheidend
zur sozialen Inklusion in unserer Gesellschaft bei, besonders wenn es um die ärmsten
aller Armen geht. Durch unsere Änderungsanträge ist es gelungen, dass in
Zukunft die ESF-Gelder zum Abbau von Diskriminierung beitragen werden. Außerdem
haben wir erreicht dass NGOs, Sozialpartner und lokale Gebietskörperschaften in
ihren Fähigkeiten gestärkt werden, selber Förderanträge zu entwickeln. Damit können
sie zur Verbesserung des Einsatzes des ESF beitragen.
Durch die breite Zustimmung aller
Veränderungen in der Verordnung geht die Verhandlungskommission mit einem
starken Mandat in die schwierigen Verhandlungen mit dem Rat. Wir sind uns
darüber bewusst, dass große Länder wie bspw. Deutschland die weitergehenden
Maßnahmen zur Bekämpfung von Armut bisher nicht unterstützt haben."
Diese Pressemitteilung in englischer Sprache: hier.
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