Pressemitteilung :: 19.03.2011
Protest in Müllrose: Region lehnt CO2-Verpressung ab
Bei einer Protestaktion auf dem Marktplatz der märkischen
Kleinstadt Müllrose demonstrierten heute über 300 Bürger gegen die
geplante Verpressung des Klimagiftes Kohlendioxid (CO2) aus den Lausitzer
Kohlekraftwerken des schwedischen Energiekonzerns Vattenfall in Ostbrandenburg.
Die erste Kundgebung, der im Herbst 2010 gegründeten Bürgerinitiative gegen die
CO2-Verpressung Müllrose, bezeichnete der Vorsitzende Roland Krampski als
„vollen Erfolg“. Die Menschen in der Region lehnen die umstrittene
CCS-Technologie (Carbon-Capture and Storage) vehement ab. In den letzten Jahren
habe sich die Region als beliebte Erholungsregion entwickelt. Dies wolle man
nicht durch das „Stigma Endlagerregion aufs Spiel setzen“, sagte Krampski.
Angesicht der Debatte über die Stilllegung von
Atomkraftwerken warnte die Brandenburger Abgeordnete im Europäischen Parlament
Elisabeth Schroedter (B90/ Die Grünen) auf der Kundgebung vor einer „Renaissance
der Kohle“ und erteilte der CO2-Verpressung eine klare Absage. Kohle und Atom
haben eines gemein, so Schroedter, sie vertagen die Probleme auf die nächste
Generation und wollen ihren Müll unter die Erde stecken. Es mache keinen Sinn
die CCS-Technologie zu erproben, da bereits heute schon klar ist, dass die
Lagerstätten in Deutschland nicht ausreichen um mit der Kohle weiterzumachen.
Daher könne das Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung nur in den
erneuerbaren Energien liegen, sagt die EU-Politikerin.
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