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Home :: Themen :: Konferenz: Auf den Weg zu einem grünen Arbeitsmarkt! :: Panel 1: Förderung eines sozial gerechten Übergangs – Gute Arbeit

Panel 1: Förderung eines sozial gerechten Übergangs – Gute Arbeit

Margrete Strand, Vizedirektorin der Blue Green Alliance aus den USA, berichtete wie diese Allianz zwischen Gewerkschaften und Umweltbewegungen in den USA eine Vorreiterrolle für einen grünen Arbeitsmarkt mit gerechten Arbeitsbedingungen gespielt hat. Angestoßen von der ältesten amerikanischen Umweltbewegung, dem Sierra Club, sowie der US-Industriegewerkschaft The United Steelworkers, sind heute 9 Gewerkschaften und 3 Umweltorganisationen Mitglied der Blue Green Alliance und vereinen somit 14 Millionen Menschen aus unterschiedlichen Sektoren (Bauarbeiter/innen, Lehrer/innen, Wissenschaftler/innen, Industrielle etc.), die sich gemeinsam für eine grüne Wirtschaft und eine damit verbundene hohe Arbeitsqualität einsetzten. Ein entscheidender Erfolgsfaktor der Allianz ist die Vielfältigkeit der Mitglieder, die zeigt wie breit das Spektrum von Grünen Jobs ist. Die jüngste Kampagne Jobs21! der Blue Green Alliance stellt das Konzept der Nachhaltigkeit der Arbeit in den Vordergrund, das auch ein gerechtes Einkommen für ein würdiges Leben sicherstellen muss, so Margrete Strand. Nachhaltiges Denken muss natürlich global stattfinden, von der Verhinderung der Errichtung neuer Kohlenkraftwerke in den USA bis zu einer umweltorientierten Nutzung der Europäischen Sozialfonds!

 

In Europa, fehlt es aber sowohl auf nationaler sowie auch auf europäischer Ebene meist noch an einer starken Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaften und Umweltverbänden. Umweltschutz und Verbesserung der Arbeitssituation werden oft noch als diametrale Ziele gesehen - win-win Situationen bleiben ungenutzt. Diesen Standpunkt vertritt Christine Aumayr, Forscherin bei Eurofound, der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen, die in der Abteilung "Industrielle Beziehungen und Entwicklung des Arbeitsplatzes" zu der Frage Beschäftigung und Umwelt arbeitet. Eine Studie von Eurofound zu Initiativen der EU Mitgliedsstaaten und Sozialpartner für einen grüneren Arbeitsmarkt, zeigt Good practice Beispiel in diesem Bereich, wie das zum Beispiel das Netzwerk Ressourceneffizienz in Deutschland und das Pilotprojekt Green Workplaces in Großbritannien, das sich zum Ziel gesetzt hat, den Energieverbrauch am Arbeitsplatz zu reduzieren. Zum Beispiel hat sich das Krankenhaus Great Ormond Street verpflichtet, seine Emissionen innerhalb von 3 Jahren um 15% zu reduzieren, teilte uns Christine Aumayr mit. Leider ist dieses Projekt jedoch wegen des momentanen Sparkurs der Regierung bedroht.

Angeliki Stogia vom Merseyside Network for Europe stellte in ihrem Konferenzbeitrag die Rolle des Europäischen Sozialfonds für einen grüneren Arbeitsmarkt vor. Sie präsentierte zwei ESF finanzierte Projekte in Großbritannien, Greenways to work und Recycling Life, die beide gegen Armut und Klimawandel und für eine nachhaltigere Entwicklung kämpfen. Greenways to work konzentriert sich auf die Gebäudesanierung und Energieeffizienz. Im Rahmen des Projekts werden Ausbildung im Bereich Recycling, Gebäudesanierung und Energieeffizienz finanziert, KMUs im Bereich nachhaltige Entwicklung beraten, sowie Mieter/innen, Vermieter/innen und Architekt/innen über Energieeffizienz informiert. Das zweite Projekt hilft Obdachlosen, sich wieder in das aktive Leben einzugliedern, in dem sie über Gemeindeverträge in Recyclingjobs integriert werden und eine Ausbildung im Bereich Recycling erhalten können. Angeliki Stogia wies darauf hin, dass eine Einigung der Mitgliedstaaten über ein umfassendes Vorgehen für die Förderung von Grünen Jobs ideal wäre. Unterstütz werden muss solch eine Förderung durch eine bessere Kooperation zwischen dem ESF und anderen Programmen.

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Fotos zur Konferenz: Greening the labour market in Brüssel (30.06.11)

Konferenz: Greening the labour market
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