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Herbsttour - Entdecken Sie die verborgenen Schätze der Mark
Vom Bahnhof Wilhelmshorst zum Seddiner See Wir starten am
Bahnhof Wilhelmshorst. Von den Bahnsteigen kommend, fahren wir nach
links und folgen der Straße "An der Bahn" bis sie auf die Potsdamer
Straße stößt. Links geht’s über den Bahnübergang. Wenig später beginnt
Langerwisch. Wir fahren unter der Brücke der "Umgehungsbahn" hindurch
und finden jetzt rechter Hand einen Fahrradweg, der leider mit den
ersten Häusern an der Langerwischer Feldsteinkirche endet. Wir folgen
der Straße geradeaus, durch die Wiesen, über den Mittelgraben, kreuzen
auch die Straße von Michendorf nach Saarmund, um Langerwisch in
Richtung Wildenbruch zu verlassen. Ungestörter fährt es sich auf dem
Radweg auf der linken Fahrbahnseite. Bald haben wir die kleine
Anhöhe erreicht. Leider versperrt uns die Autobahn die Sicht. Wir sind
froh, bald der lärmenden Trasse und ihrer Kopfsteinunterführung
entfliehen zu können. Auch in Wildenbruch verläuft der Fahrradweg links
von der Straße. Wir fahren geradeaus durch den Ort, an der Schule
vorbei bis wir auf die Landesstraße Fresdorf kommen. Wir fahren halb
rechts, um in der nächsten Kurve links in den alten Ortskern mit seiner
Fachwerkkirche und dem Gasthof "Zur Linde" einzubiegen. Die "Linde"
wurde berühmt, als ein Angestellter den Titel des deutschen
Kartoffelschälmeisters gewann: Der deutsche Kartoffelschälmeister ist
afrikanischer Herkunft und assistiert in der "Linde" normalerweise dem
Koch. Die Dorfstraße entlang, geht es vorbei an den märkischen
Bauernhöfen, die inzwischen zu Wohnhöfe geworden sind. Dann erreichen
wir das Ende der Straße und der Bebauung. Nur ein kleiner unbefestigter
Weg führt weiter. Nach wenigen Meter umfängt uns die Ruhe der Natur.
Links vor uns liegt Strand mit weißem Sand und die blanke
Wasseroberfläche des Seddiner Sees. Die Nachmittagsonne spiegelt sich
darin. Zu den Geheimnissen der Mark gehören ihre Binnenseen, die in der
Landschaft versteckt sind, oft von hohen Bäumen umgeben.
Am Rand der Nuthe-Nieplitz-Niederung Der
sandigen Weg gabelt sich, sobald wir die Lichtung mit dem Strand
verlassen. Wir fahren links und gleich wieder rechts über die offenen
Felder und wagen noch einmal einen Blick nach rechts auf das Wasser des
Sees, das durch die Stämme der hohen Bäume blinkt. Mitten in der freien
Landschaft geht plötzlich ein kleiner Sandweg im rechten Winkel nach
links, der uns nach Fresdorf führt. Am Horizont sehen wir Wald und die
ersten Häuser. Der Ort ist zunächst nur links von uns bebaut. Rechts
breitet sich bereits die Traumlandschaft des Naturgebietes der
Nuthe-Nieplitz-Niederung aus, zunächst im starken Wechsel von offener
Landschaft und alten Baumgruppen. Morgens oder auch abends können wir
hier Rehe, und wenn wir Glück haben, auch Kraniche beobachten. Kurz
danach erreichen wir das Zentrum von Fresdorf. Der kreisförmigen Anger
erinnert an die alten Rundlingsdörfer, die typisch waren für das
Baruther Urstromtal, an dessen nördlichsten Ausläufern wir uns
befinden. In der winzigen Dorfschmiede bekommt man besten Wein. Rechts
nach den großen Bauernhöfen neigt die Landschaft sich zu einer
Niederung. Nur im Winter kann man von hier aus die Wasseroberfläche des
Fresdorfer Sees sehen, selbst im Herbst verbergen hohe Bäume und Büsche
dieses Naturschutz-Kleinod und Wildvogel-Eldorado. Später biegt die
Dorfstraße nach rechts ab. Wir halten uns aber geradeaus, um auf dem
"Triftweg" in Richtung Tremsdorf zu kommen. Ein mit alten Bäumen
gesäumter Plattenweg führt uns durch die Sandhügel bis wir plötzlich
links Einblick nehmen können in die große Nuthe-Nieplitz-Niederung, die
hier von uns nicht wahrnehmbar vom Königsgraben durchflossen wird. Im
Frühjahr und Herbst gehört dieses Gebiet den rastenden Schneegänsen.
Manchmal zeigen sie ihre Flugfiguren. Ihr Geschnatter begleitet uns auf
dem weiteren Weg.
An den verborgenen Seen entlang zum Schloss In
Tremsdorf biegen wir rechts in die Dorfstraße ein, passieren prächtige
Bauernhöfe und befinden uns danach inmitten der offenen Landschaft der
Niederung. Wenn die Straße links nach Gröbern abbiegt, halten wir uns
geradeaus und folgen dem Feldweg. Hinter den hohen Bäumen, die ihn
säumen, verbirgt sich der Grössinsee, auch Naturschutz-Kleinod und, wie
unschwer zu überhören ist, Wildvogel-Eldorado. An der Brücke halten
wir. Zu schön ist der Blick auf die ruhige Wasseroberfläche. Wir
folgen den Weg weiter bis er die lärmende Landesstraße erreicht. Wer
noch keine Erfahrung mit den Endmoränenhügeln der Mark hat, kann den
Umweg über die Straße nach Mietgendorf nehmen, um dann in ruhiger
Landschaft schwitzend sein Rad über die sandigen Glauer Berge nach
Blankensee zu schieben. Der schnellere Fahrweg ist die Landesstraße
Seite an Seite mit den selbsternannten Formel-1-Kapitänen, bis wir
durch den Abzweig nach "Blankensee" erlöst werden. Kurze Zeit danach
erreichen wir das Dorf Blankensee. Noch ehe wir den Verbindungsgraben
vom Grössinsee zum Blankensee passieren, erscheint rechter Hand der
barocken Schlosspark. Dieses urplötzliche Auftauchen ist typisch für
die Kleinode dieser Landschaft. Nach dem Graben im Ort gleich links
geht es am Park entlang zum Eingangstor und durch den Park zum Schloss.
Es ist berühmt geworden durch den Dramatiker Hermann Sudermann, der
hier von 1902 bis 1928 wohnte und den Park mit Figuren schmückte. Nur
der Park ist öffentlich. Blankensee ist ein ungewöhnlicher Ort in der
Niederungslandschaft und avanciert inzwischen zum Geheimtipp für
Berliner Sonntagsausflügler. Das Bäuerliche - dokumentiert im 300 Jahre
alten Gebäude des hiesigen Bauernmuseums - grenzt direkt an die barocke
Pracht. Der Widersprüche noch nicht genug, befindet sich daneben ein
von den Gründern der Johannischen Kirche entworfener moderner
Kirchenbau.
Umgeben von Gänsen und urigen Rindern Wir
verlassen Blankensee in Richtung Stücken. Obwohl wir jetzt am
Blankensee entlang fahren, dem größten See der Niederung, sehen wir nur
am Anfang links ein wenig Wasserfläche. Der weniger als einen Meter
tiefe See hat einen breiten Schilfgürtel und ist ein Schutzgebiet.
Selbst wenn man sie nicht sieht, die Schreie der Wasservögel verraten
ihre Anwesenheit. Um das einmalige Vogelparadies zu genießen, braucht
es Fernrohr und Geduld. Es erstreckt sich auch über die großen nassen
Wiesen auf der linken Seite der Straße. Neben den urigen Rindern, die
hier das ganze Jahr draußen sind, schlafen die Wildgänse, waten Reiher,
sammeln Störche Frösche oder lassen sich Kraniche nieder. Dieser Weg
gehört für mich zu den schönsten. Er führt uns mitten durch das
Paradies der Nuthe-Nieplitz-Niederung über den Königsgraben bis zu den
angrenzenden Endmoränen. Am Ufer des Seddiner Sees Am Rand des
"Hohen Berges" entlang führt uns die Straße in das Dorf Stücken.
Nachdem wir den Dorfanger passiert haben oder im "Landhaus" eingekehrt
sind, biegen wir rechts in die Landesstraße, folgen ihr über Hügel und
durch einen kleinen Ausläufer der Niederung und finden uns bald im
schon bekannten Fresdorf, vielleicht jetzt mit kurzer Einkehr in der
Weinschmiede bei Pfälzer Weinen wieder. Ein lauschiger Rückweg führt
an der Südseite des Seddiner Sees lang. Wir verlassen noch im Ort die
nach rechts abbiegende Hauptstraße und folgen der schon bekannten
Kähnsdorfer Straße, in der Gabelung aber links haltend durch den Wald
in Richtung Kähnsdorf. Wir passieren die enge Stelle zwischen
Kähnsdorfer See und Großem Seddiner See und können ihn jetzt an seinem
gesamten Südufer lang begleiten - bei untergehender Sonne eine Strecke
für Romantiker. Im Ort kommen wir an der Kulturscheune, dem
Heimatmuseum mit Garten, Steg und herrlichem Blick über den See, der
Gaststätte "Reuse" und am Findlingsgarten vorbei. Nach etwas mehr
als 3 Kilometern sind wir an der Bundestrasse 2, die wir am besten an
der Ampel kreuzen. Dann geht’s in die Bahnhofsstraße. An deren Ende
nehmen wir den Waldweg, vorbei am Schild "Durchfahrt verboten" und
fahren auf dem Waldweg immer gerade aus bis zu den Kleingärten. Hier
geht es rechts und wieder links auf der Kunersdorfer Straße durch den
langen Tunnel des Rangierbahnhofes zur Bahnstation der Regionalbahn
"Seddin". Von hier aus gibt es Züge nach Berlin und nach Medienstadt
Babelsberg (Potsdam).
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Ente bei Baumgartenbrück
Ausruhen im Wald nahe Flottstelle
Waldweg bei Michendorf Richtung Ahornallee
Uralte Robinie am Priesterweg in Langerwisch
Langerwischer Kirche
Langerwisch, Potsdamer Straße
Flusslandschaft der Havel
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